ADF steht für „Automatic Document Feeder" — auf Deutsch: automatischer Vorlageneinzug. Ein ADF zieht einzelne Blätter aus einem Stapel ein und führt sie nacheinander dem Scanner oder Kopierer zu, ohne dass jemand jedes Blatt manuell auflegen muss.
Die Kapazität reicht von 30 Blatt bei Einsteigergeräten bis zu über 300 Blatt bei Produktionssystemen. Wichtige Unterscheidungsmerkmale: einseitiger vs. duplex-fähiger ADF (auch Vorder- und Rückseite erfassen), sowie die Geschwindigkeit (Seiten pro Minute, ipm/ppm).
Für Büros mit regelmäßigem Scan- oder Kopier-Aufkommen ist ein leistungsfähiger ADF Pflicht. Bei Multifunktionsgeräten ohne ADF müssen Sie jedes Blatt einzeln auflegen — das kostet ab Stapelgröße zehn schon spürbar Zeit. Digital-Direkt empfiehlt für mittlere Büros mindestens 50-Blatt-ADFs.
Praxis & Kontext
Drei ADF-Bauformen sind in der Praxis relevant: der einfache RADF (Reversing ADF — Blatt wird zweimal eingezogen für beidseitiges Scannen, langsam aber günstig), der DADF (Duplex ADF mit Wendeeinheit, mittelschnell) und der DSDF (Dual Scan Document Feeder — siehe Eintrag Dual-Scan, beidseitig in einem Durchgang). Im Datenblatt steht meist die englische Abkürzung, hilfreich bei Vergleichen.
Bei der Papierwahl gibt der ADF die Grenzen vor: typisch 60–105 g/m² für reguläre Stapel, manche Modelle bis 220 g/m² Einzelblatt. Mischbetrieb (gemischte Papierstärken im Stapel) führt fast immer zu Doppelblatteinzug oder Schräglauf — daher: Stapel nach Papierstärke sortieren oder den Bypass nutzen. Hochwertige ADFs erkennen Doppelblatt-Einzug per Ultraschall-Sensor und stoppen automatisch.
Häufige Stolpersteine
Geheftete Vorlagen vor Einlegen klammern entfernen — der ADF wird sonst beschädigt, und Klammern verkratzen die Glasleiste. Auch: Vorlagen mit Tesa, Post-its oder Eselsohren NICHT einziehen lassen, das gibt Papierstau. Bei Längendifferenzen im Stapel (z. B. A4 + Quittung) reagieren die Sensoren empfindlich.
Synonyme & andere Schreibweisen: Automatischer Vorlageneinzug, Document Feeder, Stapeleinzug