Glossar

Kopieren

Direktes Vervielfältigen einer physischen Vorlage am Multifunktionsgerät — Original wird gescannt und sofort ausgedruckt, ohne Umweg über den Computer.

Illustration zum Begriff Kopieren

Kopieren bezeichnet das direkte Vervielfältigen eines physischen Originals am Multifunktionsgerät. Im Unterschied zum Drucken — wo digitale Daten vom Computer ans Gerät übermittelt werden — wird beim Kopieren die Vorlage direkt am Gerät auf das Vorlagenglas oder in den ADF gelegt, gescannt und im selben Vorgang ausgegeben.

Moderne Kopierer können dabei deutlich mehr als nur 1:1-Vervielfältigung: Verkleinern und Vergrößern, Helligkeit anpassen, mehrere Originale auf ein Blatt zusammenfassen (n-Up), beidseitig kopieren (Duplex), heften und sortieren über den Finisher, an Kostenstellen abrechnen, in PDF speichern statt drucken.

In der Praxis ist die Grenze zwischen Drucken und Kopieren längst verschwommen: Multifunktionsgeräte erledigen beides plus Scannen und Faxen. Wichtig für die Wirtschaftlichkeit: das tatsächliche Volumen pro Funktion. Wer viel kopiert, profitiert besonders von Dual-Scan und großen ADF-Kapazitäten.

Praxis & Kontext

Kopier-Funktionen, die im Bürobetrieb wirklich Zeit sparen: ID-Card-Copy (beide Seiten eines Ausweises auf einem A4-Blatt — praktisch bei Bankkonten-Eröffnung oder Personalverwaltung), Buchkopier-Modus (entfernt automatisch den dunklen Falz in der Mitte beim Buch-Scan), Mischformat-Kopie (gemischter Stapel A3+A4 wird automatisch dem richtigen Papierfach zugeordnet), und Pause-Resume (laufenden Kopier-Job pausieren für eilige Zwischen-Kopie ohne Wartezeit).

Vertrauliches Kopieren ist DSGVO-relevant: viele Multifunktionsgeräte protokollieren Kopier-Vorgänge mit User-ID und Zeitstempel, manche speichern sogar Vorschau-Bilder. Im sensiblen Bereich (Personalakten, Gesundheitsdaten) sollte Kopier-Logging dokumentiert und der Speicher regelmäßig gelöscht werden. Bei Geräte-Tausch IMMER Festplatten-Wipe einplanen, sonst landet vertrauliches Material beim Refurb-Käufer.

Häufige Stolpersteine

Kopierte Farbdokumente verlieren oft Detail-Schärfe im Vergleich zum Original-Druck — bei dunklen Bildern entstehen Tonwert-Verluste. Lösung: Im Kopier-Menü „Bild-Modus" auf „Foto" oder „Original-Typ Mixed" stellen statt Default „Text". Bei häufiger Kopie von Farb-Marketing-Material lohnt manchmal der Umweg über Scan-to-Mail und externes Druckdialog.

Häufige Fragen zu Kopieren

Die wichtigsten Antworten auf einen Blick.

Was kostet eine Kopie?
Selbst-Kopie bei eigenen Geräten: ca. 0,5–1,5 Cent pro Schwarzweiß-Seite, 3–8 Cent pro Farb-Seite (inkl. Toner, Papier, Strom, Wartungsanteil). Im Copyshop fremde Kosten 5–15 Cent S/W bzw. 30–80 Cent Farbe. Wer mehr als 500 Kopien pro Monat macht, fährt mit eigenem Gerät deutlich günstiger.
Wie kopiere ich Bücher ohne dunklen Mittelfalz?
Moderne Multifunktionsgeräte haben einen „Buchkopier"-Modus: Buch flach aufs Vorlagenglas legen, Funktion aktivieren, das Gerät entfernt den dunklen Schatten in der Mitte und gibt zwei separate A4-Seiten aus. Bei Geräten ohne diese Funktion: manuell pro Buchseite scannen mit Andruckhilfe (z. B. Buchstütze).
Kann ich Ausweise / ID-Karten kopieren?
Ja — die ID-Card-Copy-Funktion fasst beide Seiten eines Ausweises auf ein einziges A4-Blatt zusammen. Rechtlich: Ausweis-Kopien sind erlaubt zur Identitätsverifikation (Geldwäschegesetz, Bank, Mietvertrag) — der Eigentümer muss aber zustimmen. Datenschutz-Hinweis: schwarz/grau auf der Kopie streichen, was nicht zwingend benötigt wird (z. B. Augenfarbe, Größe).

Wie hängt „Kopieren" mit unseren Leistungen zusammen?

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